|
Eine Atempause im Kampf
um die Erhaltung des Heiligtums brachte für kurze Zeit der Prager Frühling
1968. Die Gläubigen, unter der Führung des neu ernannten Administrators
P. Metodìj Neèas, waren sich rasch dieser Chance bewusst und
beseitigten die ärgsten Schäden. Diese kurze Zeit der Demokratisierung löste
aber wieder eine straffe "Normalisierung" ab; der Kampf gegen die
Kirche entbrannte von neuem.
|
|
|
Das Schlusskapitel in der tragischen Geschichte des
Wallfahrtsortes wurde am 16. Mai 1973 geschrieben. Es blieb
nur der letzte Akt übrig : Die Bekanntgabe des Befehls, dass die Kirche
augenblicklich das Holzergerüst abbaue und Zement, Sand und anderes
Baumaterial wegschaffe. Zum Niederreißen des neuen
Blechdaches blieben den Gläubigen nur fünf Tage.
|
Mit Schmerzen entfernten sie aus der Waldeinsamkeit alles, was ihr
Opfermut in den letzten Monaten zusammengetragen hatte. Die letzte
Hoffnung zerstarb endgültig am 22. September 1973 ...
|
|
Nichts sollte daran erinnern, dass hier einst
ein Gotteshaus stand.
|
Bulldozer
vollendeten das Werk des Bösen. Alles, was Gottes Liebe und Macht bewies,
sollte verschwinden: Dankschreiben für Errettung aus Not
und die vielen marmornen Motivtäfelchen an
den Wänden. Das wurde alles wieder zu Staub gemacht.
|
Nur Steine erinnerten,
dass der zufälliger Wanderer auf geheiligtem Boden stand. Eine
leere Einöde inmitten von Unkraut und Brennesseln, rundum traurige Überreste : Teile des Zwiebeldaches, dort und da hinfallende Trümmer, ein
Engel ohne Kopf. |
|
 |
Aber Gottes Wege sind unerforschbar und wer von uns weiß schon, welchen Sinn gerade der Leidensweg seines Zuckmantler Gedenkortes
hatte? Was hatte der Herr mit dem Ort vor ?
|
|
[Einführung] [Zurück]
|